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UN-Bericht: Aids hält Afrika umklammert
Auf dem schwarzen Kontinent bleibt Aids die Todesursache Nummer eins – und noch immer fehlen Gelder, um den Kampf gegen die Epidemie zu gewinnen.

Afrika ist von der Aids-Epidemie weiter am stärksten betroffen: Dort leben zwei Drittel aller HIV-Infizierten weltweit (67 Prozent), und dort starben drei von vier Aidsopfern (72 Prozent) des vergangenen Jahres. Gleichzeitig steckten sich etwa 1,9 Millionen Menschen neu mit dem Virus an, so dass nun insgesamt 22 Millionen Menschen in dieser Region das Virus in sich tragen. Diese Zahlen gehen aus dem jüngsten Weltaidsbericht hervor, den das UN-Aidsprogramm (UNAIDS) in New York vorgestellt hat.

Feminisierung der Epidemie schreitet voran

Aids trifft Frauen in Afrika besonders hart: 60 Prozent aller Infizierten sind weiblich und drei Viertel der 15- bis 24-Jährigen, die mit dem Virus leben, sind Mädchen. Allerdings seien auch Fortschritte im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit zu beobachten, so der Bericht. Immer mehr junge Menschen nutzen Kondome und warten länger bis sie zum ersten Mal Sex haben. Unter anderem sei dies in Burkina Faso, Äthiopien und Malawi zu beobachten. In Ruanda und Simbabwe habe das geänderte Sexualverhalten dazu geführt, dass die Zahl der Neuinfektionen gesunken sei.


Als weiteren Erfolg verbucht der Bericht, dass die Zahl der Menschen, die sich weltweit neu mit dem HI-Virus angesteckt haben, von drei Millionen im Jahr 2001 auf 2,7 Millionen im vergangenen Jahr gesunken ist. Auch die Versorgung mit antiretroviralen Medikamenten konnte deutlich ausgebaut werden. Derzeit erhalten rund drei Millionen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern die lebensverlängernden Medikamente. Damit werden heute zehnmal mehr Menschen erreicht als noch vor sechs Jahren.

Kein Ende der Epidemie in Sicht – Mehr Anstrengungen nötig

UNAIDS warnt jedoch davor, sich auf diesen Erfolgen auszuruhen. Mit insgesamt 33 Millionen Infizierten habe sich die Aids-Epidemie auf einem inakzeptabel hohen Niveau stabilisiert. In einigen Ländern wie Kenia, China, aber auch Deutschland steigen die Infektionszahlen sogar. Außerdem haben zwei Drittel der 9,7 Millionen Menschen, die antiretrovirale Medikamente benötigen, bislang keinen Zugang dazu.

Noch sei die Epidemie in keinem Teil der Welt vorbei, warnt der Bericht und fordert, die internationale Staatengemeinschaft müsse ihre Bemühungen im Kampf gegen die Epidemie langfristig verstärken. Derzeit fehlen acht Milliarden US-Dollar für Prävention und Behandlung von Aids. Nur wenn diese Investitionen steigen, sei das Ziel noch erreichbar, bis 2010 allen Bedürftigen einen Zugang zur nötigen Hilfe zu gewähren.

Quelle: UNAIDS: Substantial increase in HIV prevention efforts producing results, but not enough to turn back the epidemic, 29. Juli 2008.


Entnommen
DSW [news] Juli 2008
Mit freundlicher Genehmigung