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1964-2014 - 50 Jahre Tübinger Erklärung
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Einleitung Tübinger Erklärung

"Aus der Überzeugung, vom HERRN der Kirche beauftragt zu sein, haben die Teilnehmer der Tagung versucht, dem Auftrag gemäß gehorsam zu handeln, in der Hoffnung, dass Gott das Ergebnis segnen möge. Wir sind überzeugt, dass der Bericht über das christliche Verständnis heilenden Handeln und die daraus sich ergebenden Folgerungen in Bezug auf vieles, was gegenwärtig in der Kirche auf dem Gebiet ärztlicher Arbeit geleistet wird, revolutionär ist."

So die einleitenden Worte einer Studie des Ökumenischen Rates über die Diskussionsergebnisse einer Tagung, die 1964 in Tübingen stattfand. Bekannt geworden ist die Studie als Tübinger Konsultation/Erklärung.

Die Tübinger Erklärung prägte den Begriff der heilenden Gemeinde und beschäftigte sich mit dem Heilungsauftrag der christlichen Kirche.
Die Ergebnisse der Konferenzen waren deshalb revolutionär, weil sie eine Abkehr von der primären Ausrichtung der Gesundheitsdienste am Krankenhaus implizieren. Der Arzt als Mittelpunkt des heilenden Dienstes wird nach christlichem Verständnis abgelöst von Patienten, Gemeindegliedern, Pastoren, Beratern, Landwirte usw. Heilung im christlichen Kontext ist demnach nur partizipativ möglich.

Nach Ansicht von Prof. Steffen Fleßa, Gesundheitsökonom an der Universität in Greifswald, hat die Tübinger Erklärung für das Primary-Health-Care Konzept, wie es auf der WHO Konferenz in Alma Ata 1978 vorgestellt wurde und wie es auch u.a. vom Staat Tanzania als wesentliches Konzept für die Gesundheitsversorgung des Landes gesehen wird, der Tübinger Erklärung entscheidende Impulse zu verdanken. Für Fleßa ist Primary Health Care eine säkulare Weiterentwicklung der Tübinger Erklärung. Man könnte auch sagen, ohne die Tübinger Erklärung gäbe es kein Primary –Health-Care Konzept, zumindest nicht in der vorliegenden Ausrichtung. Dies zeigt die Bedeutung und auch die Auswirkungen der Tübinger Erklärung. Im Mai 2014 erinnern wir uns an den 50.Jahrestag der Tübinger Konsultation/Tübinger Erklärung.
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